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Bilder zur Kenia-Projektreise 2019 — Weitere Besuche im Hochland

Büro des Förderkreises Kenia e.V., Freudenstadt, Germany. Druckfehlerbereinigte Version. Erste Fassung veröffentlicht am 01.12.2019. Seite 2/6.

Dienstag, 05.02. Doldol

Gemüseanbau in Doldol (siehe Text).
Gemüseanbau in Doldol (siehe Text).
Gruppenbild mit dem Leiter der Katholischen Mission und dem Frater.
Gruppenbild mit dem Leiter der Katholischen Mission und dem Frater.
Nach dem Frühstück gingen wir mit dem Leiter der Mission, begleitet von zwei Massai-Buben, auf den großen Plateaufelsen hinter der Missionsstation. Hoch oben konnten wir eine phantastische Aussicht genießen. Hier erklärte uns der Leiter der Mission die Funktionsweise des von der Kreisregierung vor einigen Jahren am Felsen installierten Wasser-Gewinnungssystems zur Versorgung der umliegenden Bevölkerung: An einem riesigen Felsen, ähnlich dem bekannten Ayers Rock in Australien, haftet nachts Tau an und dieser wird, ebenso wie das seltene Regenwasser, gesammelt. Auf der Vorderseite des glatten Felsens wurden zwei ca. 40 Meter lange Betongurte installiert. Diese laufen in V-Form zusammen und münden in einem ausbetonierten Trichter. Über mehrere Leitungen wird das gesammelte Wasser dann nach Doldol und durch eine Abzweigung auch zur Missionsstation geführt. Technisch einfach und sehr effektiv. Der Missionsleiter erklärte bei einer anschließenden Führung über das Missionsgelände die einzelnen Gebäude mit der Landwirtschaft und zeigte uns seine Gewächshäuser. Hierbei konnten wir die Schüler/innen in der angegliederten Schule mit insgesamt sechs Klassen besuchen. Wir kannten schon von früheren Jahren das landwirtschaftliche Geschick des Missionsleiters, der schon immer dort, wo er über die Kirche stationiert war, eine kleine Landwirtschaft mit Gemüse- und Obstanbau betrieben hatte. Und auch hier waren wir wieder von seinem Geschick beeindruckt. Als wir ihn von Deutschland aus fragten, was wir ihm als kleines Gastgeschenk mitbringen sollten, bat er uns um einige Tomatensamen und ob wir ihn eventuell bei der Anschaffung von besseren Kunststoffleitungen zur Tropfbewässerung mit einem kleinen Betrag unterstützen könnten. Da wir um die Erfolge des Leiters der Mission wissen, wurde sein Projekt vom Verein als Anschubfinanzierung unterstützt. Mehrere Päckchen mit unterschiedlichen Tomatensamen wechselten zur großen Freude den Besitzer. Die ersten neuen Leitungen waren bereits verlegt, und der Leiter der Mission zeigte uns die neue Plane für das große Gewächshaus. Ein Sturm hatte die alte Abdeckung abgerissen und zerstört, die neue ist nun stabiler und kann seitlich zur besseren Belüftung auf- und abgerollt werden. Vor zwei Monaten hatte die Mission Besuch von den hier wild lebenden Elefanten, erzählte uns der Leiter der Mission. Diese hielten sich tagsüber in einem nahegelegenen Tal auf und kommen nachts auf die kühleren Hochflächen. Am Vormittag fanden wir tatsächlich auf dem Felsen einige Dunghaufen. Die Elefanten dort lieben frisches Gemüse, und so blieb es nicht aus, dass das Gewächshaus des Missionsleiters besucht und auch geplündert wurde, wobei alle Pflanzen in einer einzigen Nacht gefressen wurden. Aber Hilfe ist in Sicht: Wie wir erfuhren, mögen Elefanten keine Chillischoten, weder zum Essen noch den scharfen Geruch. Der Leiter der Mission hatte dieses bereits erkannt und im Gewächshaus Chillibüsche gezogen. Diese sollen nun als lebender Zaun um das Gewächshaus und die Freilandkulturen mit Kohl und Rüben gesetzt werden, was künftig einem übermäßigen Elefantenappetit entgegenwirken soll. Hierzu wünschten wir ihm viel Erfolg. Nach dem Abendessen führten wir noch einen kleinen Spaziergang in dieser faszinierenden Landschaft durch bevor es in unsere einfachen, aber sauberen und völlig ausreichend ausgestatteten Gästezimmer ging.

Mittwoch, 06.02. Doldol — Nairobi

Nach dem gemeinsamen Frühstück mit dem Missionsleiter und dem schon erwähnten Frater gab es eine fröhliche Verabschiedung mit Gruppenbild.
Anschließend brachte uns unser Fahrer zunächst nach Thika zu einer Pause in einem bekannten Hotel, einem ehemals exklusiven Treffpunkt der Oberschicht während der Kolonialzeit. Im weitläufigen Garten mit Blick auf den Wasserfall genossen wir frische Tapas und ein gutes Tuskerbier. Weiter ging die Fahrt auf der gut ausgebauten Schnellstraße nach Nairobi zum KELC, Ankunft am späten Nachmittag. Jetzt mussten nur noch unsere Sachen für den Abstecher nach Tanzania gerichtet werden.

Donnerstag, 07.02. Nairobi — Arusha (Tanzania)

Zum Frückstück gab es noch ein kurzes Treffen mit dem Bischof, ein längeres Meeting mit ihm konnte aus terminlichen Gründen leider nicht stattfinden. Er bedankte sich sehr für die fortwährende finanzielle Unterstützung durch unseren Verein mit Schulgeld. Es folgte ein Transfer durch einen Fahrer zum Flughafen und mit einem kleinen Jet ging es in 50 Minuten nach Tanzania zum Kilimanjaro International Airport bei Arusha. Während dem Flug hatten wir auf der linken Seite einen schönen Blick auf den Gipfel des Kilimanjaro. Nach den Zoll- und Einreiseformalitäten mit Erteilung des Visums wurden wir durch eine lokale Reisebegleiterin und einen einheimischen Fahrer abgeholt. Ein kurzer Kaffeestopp mit Programmbesprechung und Fahrt zu unserem Hotel in Arusha, einfach und gemütlich im regionalen Stil. Bald nach dem Abendessen konnten wir dann müde, aber sehr zufrieden, den Tag abschließen.




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